Zündversagen durch einen Defekt in der Schießleitung

Es gibt viele Alpträume für einen Sprengbefugten. Ein solcher könnte folgendermaßen ablaufen:

Die Sprengung ist vorbereitet, der Gefährdungsbereich ist geräumt, alle betroffenen Personen sind informiert, die angrenzende Straße ist gesperrt, das zweite Sprengsignal bereits abgegeben. Plötzlich scheint etwas mit der Zündmaschine nicht in Ordnung zu sein. Trotz heftigen Kurbelns lässt sich die Sprengung nicht abtun. Als nächstes werden sämtliche Kabelverbindungen nachgeprüft, nachgerechnet und nachgemessen. Alles scheint in Ordnung zu sein. Ist die Zündmaschine kaputt? Eine schnell herbeigeschaffte Ersatzmaschine wird angehängt. Das Resultat bleibt das gleiche. Was ist los?

Der Fehler liegt in diesem Fall wahrscheinlich in der Schießleitung. Durch ein Leck in der Isolierung erzeugt man einen Kurzschluss. Dieses Leck kann ein kleiner Riss in der Isolierung sein, den man optisch nicht feststellen kann. Bei den schwachen Messströmen des Ohmmeters zeigt sich der Schaden nicht. Die Messung zeigt den korrekten Wert. Bei den extrem hohen Spannungen, die eine Zündmaschine erzeugt, kommt es jedoch zu dem Kurzschluss und somit zu einem generellen oder teilweisen Zündversagen.

Beheben lässt sich dieser Fehler klarerweise nur durch den Ersatz der Schießleitung. Dabei ist zu achten, dass die Stärke der Isolierung der Schießleitung dem Zündstrom angepasst ist. Große, leistungsstarke Zündmaschinen sollten daher nur gemeinsam mit HU-(Polex)-Schießleitungen verwendet werden, auch wenn man damit lediglich U-Zünder („Fiduz“) schießt.


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